1. KfW-DEN-GRE Forum am 3.4.2019 in Frankfurt am Main

Bisher richtet sich der normative und ordnungsrechtliche Rahmen zur energetischen Bilanzierung von Gebäuden seinen Fokus auf die Betriebs- bzw. Nutzungsphase der Gebäude, indem die Energieverbrauchs- bzw. Bedarfswerte als wesentliche Kenngrößen verwendet werden.
Der Energie- und Ressourcenaufwand zur Herstellung der Bauprodukte, der Errichtung des Gebäudes und der letztlich notwendigen Entsorgung am Ende des Lebenszyklus ist darin nicht enthalten. Die Bunderegierung hat deshalb in ihrem Ende 2016 veröffentlichten Klimaschutzplan 2050 das Ziel formuliert, den Einsatz nachhaltiger Baustoffe und -produkte zu stärken.
Erst eine Ausweitung der Bilanzgrenzen auf den gesamten Lebenszyklus der Gebäude erlaubt eine vollständige Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäudekonzepten. Das bedeutet in der praktischen Konsequenz, dass die hohe Komplexität bei der energetischen Bewertung von Gebäuden um weitere relevante Phasen im Lebenszyklus von Gebäuden erweitert werden muss. Im Rahmen des 1. Gemeinsamen Forums wurden die praktischen Konsequenzen und mögliche Lösungsansätze aus Sicht aller beim Bauen beteiligten Akteure diskutiert. Besonders wichtig war uns dabei, ein gemeinsames Verständnis der technischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Grundlagen zu schaffen.